Hallo zusammen,
Ich bin Initiator des Open Source Projektes p2d2, Public-Public Data-DNA, das die offenen Fachverwaltungsdaten mit den Daten der Öffentlichkeit verzahnt und möchte hier zur Diskussion über das Projekt einladen.
Das Projekt wird aktuell von der Stadt Köln unterstützt (https: meinungfuer.koeln/node/18956 ) und am Beispiel der Friedhofsdigitalisierung arbeite ich an der Umsetzung. Es ist auf OpenCode und im Web verfügbar:
- https://www.data-dna.eu/
- Landing Page | p2d2 Documentation
- gitlab.opencode. de/OC000028072444/p2d2.git
- Big Picture: https: doc.data-dna.eu/de/benutzerhandbuch/p2d2-zyklus.html
- User Journey: https: www.data-dna.eu/ueber/testen
Alleinstellungsmerkmale
Das Projekt unterscheidet sich von anderen OpenData-Projekten darin, dass es
- Nachfragenden (thematisch interessierte Bürger:innen) aktuelle, offene Daten aus dem jeweiligen kommunalen Fachverfahren bereitstellt,
- einen Rückkanal in die Verwaltung schafft, der eine niedrig-schwellige Übernahme von Änderungsvorschlägen der öffentlichen Daten (z.B. aus der OSM) sowie
- eine qualitätsgesicherte Aktualisierung der OSM-Daten mit Verwaltungsdaten ermöglicht.
Ziele
Ziel ist es, dass am Ende zwei autonome, aber synchrone Datentöpfe entstehen.
Bildliche Darstellung
Auf der Dokumentationsseite (s.o) wird das durch das DNA-Modell verdeutlicht: Ein Strang der DNA stellt die Daten „Offene Daten der Verwaltungen“ (orange) und der andere Strang der DNA „Öffentliche Daten“ (grün) dar, die mit einander auf der Ebene der einzelnen Objekte synchronisiert (biologisch: hybridisiert) sind.
Öffentliche Datentöpfe
Als Datentopf der Öffentlichkeit wird immer die OpenStreetMap genannt. Für Daten ohne Geo-Bezug kommen aber auch andere Daten-Almenden wie WikiData in Frage. Geodaten haben aber den Vorteil, dass sie anschaulich auf Karten dargestellt werden können und das p2d2-Prinzip dadurch sehr anschaulich wird.
Kommunale Datentöpfe
„Kommunale Datentöpfe“ sind die Fachverfahren innerhalb der Verwaltungen - deren Backend-Datenbanken -, aus denen die offenen Daten periodisch wiederkehrend und Script-gesteuert über ein passendes OpenData-Portal (Kommune, Land, Bund) bereit gestellt werden, so dass sie von p2d2 übernommen, prozessiert und in eine Daten-Almende wie OSM übertragen werden können. Ziel ist dabei, dass sich p2d2 auf Dauer selbst überflüssig macht und der Prozess automatisch und beidseitig qualitätsgesichert zwischen Kommune und Almende abläuft.
Nutzen
Dadurch, dass die OSM Verwaltungsdaten enthält, ergeben sich aus meiner Sicht Vorteile für alle Beteiligten:
- Die OSM bekommt lokal/kommunal vollständige Daten einer Kategorie und ist nicht darauf angewiesen, dass viele Kategorien sehr unvollständig in der OSM gefunden werden können.
- Mit dem Bewusstsein, dass die Daten zu einem Thema offen, aktuell und zuverlässig in der OSM verfügbar sind, können Bürger:innen und Unternehmen auf diesen Daten aufbauen, neue Ideen zur Nutzung der Daten entwickeln, so dass ein Interesse entsteht, die Daten von mit zu pflegen.
- Mit dem Bewusstsein, dass die Daten zu einem Fachverfahren offen, aktuell und zuverlässig in der OSM verfügbar sind, kann eine kommunale Verwaltung interne und externe Prozesse niedrigschwelliger und Bürgernäher planen/durchführen oder auch Dienstleister bei Ausschreibungen auf diesen „Stand der Technik“ verweisen.
Mit Blick auf das Big Picture (s.o.) ist es nicht das Ziel von p2d2, sich dauerhaft zwischen Kommune und OSM zu positionieren. Vielmehr soll p2d2 Geburtshelfer werden, um diesen Synchronisationsprozess anzustoßen, der sich am Ende - getragen durch die o.g. Motive der Beteiligten - selbst erhält.
Ich möchte hier gerne zur Diskussion über das Projekt und dessen Entwicklung einladen. Ich suche nach Mitstreitenden, interessierten Kommunen und Unterstützung (organisatorisch & finanziell) für das Vorhaben.
Perspektivisch möchte ich es gerne mit anderen Projekten wie z.B. CIVITAS/CORE (u.U. als Bürgerbeteiligungs-Komponente) oder NextCloud/OpenDesk (einfache Datenübernahme aus GeoRSS-Feeds der Bürger:innen) kooperieren.
P.S.: Weil ich als „neuer Benutzer“ nur zwei Links einfügen darf, habe ich die anderen URLs so verändert, dass das System sie nicht mehr als URLs interpretiert. Sieht etwas komisch aus, sorry
