Wer braucht schon Windows? Immutable Operating System!

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gibt es länder oder kommunen in europa, die linux als betriebsystem in der verwaltung einsetzen?

Antwort:

Ja, in Europa gibt es mehrere Länder und Kommunen, die Linux als Betriebssystem in der Verwaltung einsetzen oder eingesetzt haben. Die Gründe dafür sind oft Kosteneinsparungen, Unabhängigkeit von großen Softwareanbietern und erhöhte Sicherheit. Hier einige Beispiele:

Länder und Kommunen mit Linux-Einsatz in der Verwaltung

  • Frankreich
    Frankreich war eines der ersten Länder, das Linux in öffentlichen > Verwaltungen förderte. Die Stadt Paris und andere Kommunen haben Linux-basierte Systeme in Schulen und Behörden eingeführt. Auch das französische Verteidigungsministerium setzt auf Open-Source-Lösungen.
  • Deutschland
    Verschiedene deutsche Städte und Bundesländer experimentieren mit Linux. Die Stadt München war lange Zeit ein bekanntes Beispiel: Sie migrierte ab den 2000er Jahren ihre Verwaltung auf Linux (LiMux-Projekt). Nach einer späteren Rückkehr zu Windows wird aktuell wieder über Open-Source-Lösungen diskutiert.
  • Spanien
    Mehrere Kommunen, wie Gijón und Barcelona, haben Linux in der Verwaltung eingesetzt, um Kosten zu senken und Software-Souveränität zu erhöhen.
  • Italien
    Einige Gemeinden und Regionen nutzen Linux, vor allem in Schulen und öffentlichen Einrichtungen.
  • Niederlande
    Die Stadt Amsterdam hat Linux und Open-Source-Software in verschiedenen Bereichen eingeführt, um Flexibilität und Sicherheit zu erhöhen.

Technologisch gesehen, sind „immutable“ Linux Betriebsysteme sehr interessant:

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warum sind immutable linux betriebsysteme interessant?

Antwort:

Immutable Linux-Betriebssysteme sind aus mehreren Gründen besonders interessant, vor allem für den Einsatz in Verwaltung, Unternehmen und sicherheitskritischen Umgebungen. Hier eine Übersicht der wichtigsten Vorteile und Hintergründe:

Was bedeutet „immutable“ bei Linux-Systemen?

Ein immutable Betriebssystem ist so gestaltet, dass seine Systemdateien und Kernkomponenten nicht veränderbar sind — zumindest nicht im laufenden Betrieb. Updates oder Änderungen erfolgen über kontrollierte Prozesse, meist durch Austausch kompletter System-Images oder über spezielle Update-Mechanismen.


Warum sind immutable Linux-Systeme interessant?

1. Erhöhte Sicherheit

  • Da Systemdateien nicht verändert werden können, sind Angriffe, die auf Manipulation von Betriebssystemdateien abzielen (z.B. Malware, Rootkits), deutlich erschwert.
  • Schadsoftware kann sich nicht dauerhaft einnisten, weil beim Neustart das System wieder in den ursprünglichen, sauberen Zustand zurückkehrt.

2. Stabilität und Zuverlässigkeit

  • Veränderungen oder Fehler durch falsche Konfigurationen oder Benutzeraktionen werden vermieden.
  • Das System verhält sich immer konsistent, was besonders in kritischen Infrastrukturen und Behörden wichtig ist.

3. Einfache und sichere Updates

  • Updates werden als vollständige Images ausgerollt, wodurch Rollbacks einfach sind.
  • Fehlerhafte Updates können schnell rückgängig gemacht werden, ohne das System zu beschädigen.

4. Wartungs- und Verwaltungsfreundlichkeit

  • Zentralisierte Verwaltung von System-Images erleichtert das Ausrollen neuer Versionen.
  • Weniger „Drift“ im Systemzustand: Alle Geräte laufen mit identischen, geprüften Systemständen.

5. Schutz vor unbeabsichtigten Änderungen

  • Nutzer oder Anwendungen können das Betriebssystem nicht aus Versehen beschädigen.
  • Besonders nützlich in Umgebungen mit vielen Nutzern oder wenig IT-Support.

Beispiele für immutable Linux-Distributionen

  • Fedora Silverblue: Fokus auf Container und atomare Updates
  • openSUSE MicroOS: für Container und Edge-Computing optimiert
  • Ubuntu Core: speziell für IoT und eingebettete Systeme mit Snap-Paketen
  • Flatcar Container Linux: Container-optimiertes, sicheres OS

Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit

Immutable Systeme fördern Nachhaltigkeit durch:

  • Längere Lebenszyklen der Geräte, da sie weniger durch Softwarefehler beeinträchtigt werden
  • Reduzierte Support- und Wartungsaufwände, was Ressourcen spart
  • Sicherheit und Datenschutz als Basis für vertrauenswürdige digitale Infrastrukturen

Immutable Linux-Systeme wirken wie ein stabiler, geschützter „Boden“ in einem dynamischen digitalen Ökosystem – sie schaffen Vertrauen, reduzieren Risiken und ermöglichen effiziente Verwaltung.

Für ein „Verwaltungs Betriebsystem“ würde sich technologisch gesehen meiner Meinung nach Fedora Silverblue oder das Universal Blue Projekt anbieten. Mit Univeral Blue können Images für eigene Betriebsysteme (und ggf. Konfigurations-Varianten) einfach erzeugt und Images bereitgestellt. Vorlage: GitHub - ublue-os/image-template: Build your own custom Universal Blue Image!. Für die CI/CD Pipeline wird standardmäßig GitHub CI eingesetzt, könnte aber sicher auch für GitLab angepasst werden.

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Der Vorschlag bezieht sich u.A. auf „Linux Arbeitsplatz für die öffentliche Verwaltung“ schleswig-holstein.de - Projektziel

Ebenfalls interessant könnte https://eu-os.eu/ sein.

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Hallo Florian.

An der TIB Hannover nehmen wir auch Immutable Linuxe wie Universal Blue oder Aurora für die Geräte der Belegschaft mit in den Blick.

Habt ihr das bereits im Einsatz?

Hi, privat nutze ich Bluefin und bin sehr zufrieden. Mein nächster Schritt wird es sein mit ein customized Bluefin mit dem GitHub Build Konzept (u-blue image template repo) zu bauen. Ich habe mir bereits angeschaut wie das geht, habe dazu allerdings noch keine Erfahrungswerte. Scheint extrem flexibel zu sein und insbesondere bezüglich Security updates extrem wartungsarm zu sein. Im beruflichen Kontext nutzen wir ein anderes Linux OS (keine öffentliche aussage dazu was genau).

Hallo! Interessante Diskussion.

Ich bin allerdings verwundert, dass NixOS nicht erwähnt wird, zumal es sich um eine (bzw. die) von Grund auf immutable entworfene GNU/Linux Distribution handelt.

NixOS basiert auf dem nun 20 Jahre alten und wohlgetesteten Nix Paketmanager und bietet die größte Paketsammlung der Welt:

Größte FOSS Paketsammlung der Welt
Quelle: Graphs - Repology

Die französischen Pläne, auf Linux umzusatteln werden auch bereits mit NixOS umgesetzt: Adieu Windows : Sécurix et Bureautix, le Linux de l'État aux noms d'irréductibles Gaulois — Frandroid

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Hi, zwischenzeitlich habe ich zusätzlichen Input zu NixOS über den ZenDis Mastodon Account gegeben :wink: NixOS ist zwar mit abstand am komplexesten, architektonisch aber auch am besten. :+1: sehr coole Grafik btw… die kenne ich noch nicht…

Tut mir Leid, ich bin neu hier. Den Input habe ich dann leider verpasst!

Ich bin etws irritiert warum man einen KI-Output einfach als Suche dropt.
Grundsätzlich stimmt das alles schon größtenteils so, aber was ist das Ziel der Diskussion auf Immutable OS aufmerksam machen oder herausfinden, wer was im Einsatz hat?

Grundsätzlich ist NixOS schon ziemlich gut, wahrscheinlich am weitesten verbreitet und hat einer sehr aktive Community, was man nicht unterschätzen sollte (das war irgendwie gar kein Gesichtspunkt bis jetzt).

Fedora Silverblue ist natürlich auch sehr gut, natürlich braucht da das System auch gut Power für die Container.

Die leichtgewichtigere Variante wäre in dem Fall wahrscheinlch eher NixOS.

Soweit ich das mitbekommen habe, waren mehrere Linux Distributionen in Frankreich für die öffentliche Verwaltung im Gespräch. Aktuell ist NixOS schon gesetzt meine ich.

Ja, NixOS wird bereits genutzt. Siehe: GitHub - cloud-gouv/securix: SécurixOS is a NixOS-based secure operating system tailored for small to medium-sized teams. It provides a minimal, hardened environment with strong isolation, reproducibility, and policy-driven configurations to ensure operational security and compliance. · GitHub
Ist aber auch nicht bahnbrechend, weil Frankreich in der Gendamerie und anderen Bereichen schon seit fast 20 Jahren auf Linux setzt.

Aber was ich immer noch nicht verstehe:

Beides. Andere Länder (Schweiz, Italien, Frankreich, …) haben immutable OSes im Einsatz. Mit gutem Grund. Wenn man weiß wer mit was schon Praxiserfahrung hat ist das sehr interessanter Input.

Ausserdem würde es aus meiner Sicht durchaus Sinn machen über eine zentral zur Verfügung gestellte OS Distro nachzudenken. Einzelne Bundesländer und Kommunen wären vermutlich eher überfordert… auf Bundesebene stehen dagegen genug Ressourcen zur Verfügung. Zentralisiert organisierte Staaten (z.B. Frankreich) tun sich da deutlich leichter als wir in Deutschland mit unserem Föderalistismus auf Bundesländer-Ebene.